Bio-Bauen
admin am 25. Mai 2010
Nicht nur auf die Schönheit, sondern auch immer mehr auf die „inneren Werte“ kommt es beim Hausbau an. Energiebewusstes Bauen ist im Kommen und um diesen Trend zu unterstützen, hat der Gesetzgeber die Energieeinsparverordnung (EnEV) erlassen. Diese beinhaltet energiesparende Mindeststandards für jeden Hausneubau, die aufgrund von knapp werdenden Rohstoffen eingehalten werden müssen.
Der Staat setzt dabei auf die frühe Investition in energiebewusste Technik statt über viele Jahre hinweg hohe Energiekosten zu bezahlen. Diejenigen Kosten für teure Energie aus den Rohstoffen Rohöl und Erdgas, deren Preise in Zukunft weiterhin kontinuierlich steigen werden. Und weil 30 Prozent des Gesamtenergiebedarfs in Deutschland von privaten Haushalten verbraucht werden, sollte man im eigenen Haus anfangen, Energie besser zu nutzen. In den vergangenen Jahren hat sich hierzu viel getan und es haben sich viele Bauweisen und Techniken entwickelt, wie etwa Sonnenkollektoren, Wärmepumpen oder Holzpelletanlagen. Der Staat stellt für derart energiebewusstes Bauen Fördermittel zur Verfügung. Und wer sogar mehr Energie spart als es gesetzlich in den Mindeststandards vorgeschrieben ist, erhält günstige Darlehen vom Staat und einige Länder vergeben Zuschüsse und zinsgünstige Kredite. Also nutzen Sie die Chance und investieren Sie in Ihr Haus! Übrigens können auch Altbauten für die Zukunft modernisiert werden und energiesparende Techniken angewendet werden.
Energetisch relevante Faktoren beim Hausbau und der Haussanierung
Sowohl beim Neubau eines Hauses als auch der Sanierung eines älteren Gebäudes beginnen die energetisch relevanten Faktoren bereits mit dem Klima und den Windverhältnissen am Hausstandort sowie der Ausrichtung des Gebäudes: Solare Energie kann man nutzen und davon profitieren, wenn man viel benutzte Räume nach der Sonne ausrichtet. Durch Ausrichtung nach der Südseite brauchen diese Räume weniger Heizwärme als Räume, die nach Norden ausgerichtet sind. Zusätzlich kann man den Gewinn durch Sonnenenergie steigern, wenn man große Fenster und eine transparente Wärmedämmung an der Südseite anbringt. Des Weiteren spielt die Bauweise sowie das Material der Wärmedämmung ein große Rolle im Energiehaushalt. Im Vergleich zu Dämmstoffen auf fossiler Basis überzeugen Öko-Dämmstoffe durch ihre Vorteile des möglichen Recyclings sowie der Klima- und Umweltfreundlichkeit in ihrer Herstellung. Zudem sind Dämmstoffe aus natürlichen Materialien gesundheitlich unbedenklich und aus nachwachsenden Rohstoffen.
Zuletzt sollte man sich bei Neu- oder Umbau seines Hauses auch Gedanken über die Warmwasserbereitstellung und alternative Heizmethoden wie Wärmepumpen, Biomasse-Heizungen sowie den Einsatz von Solarthermie machen.
Individuelle Beratung und Förderungsmittel
Welche Maßnahmen und Programme nun am Besten für Ihr Haus geeignet sind, ist immer individuell verschieden und sollte von Projekt zu Projekt immer neu beurteilt werden. Lassen Sie sich beraten und informieren Sie sich über Förderungsmittel für den Bau und wie Sie von den Programmen des Bundes aus dem Bereich des energiesparenden Bauens und Sanierens Gebrauch machen können. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (VAFA) bietet Ihnen hierzu eine Energieberatung an und vergibt Zuschüsse für Solarwärmeanlagen und der Nutzung von Biomasse.
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